Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Rücken

Wer nur arbeitet und keine Zeit für sich findet, spürt das oft auch körperlich – zum Beispiel durch Rückenschmerzen. Seelische Entspannung und Sport zum Stressausgleich helfen

Zwar müssen wir dank technischer Hilfsmittel heute kaum noch selbst schwer tragen. Dennoch leiden viele Menschen unter Rückenbeschwerden. Schuld ist oftmals nicht die körperliche Belastung. Vielmehr liegt die Ursache häufig in der Psyche.

Stress schlägt auf die Rückenmuskulatur

Bei Stress verkrampft die Rückenmuskulatur und ermüdet schneller. Muskelverhärtungen, Verspannungen und Schmerzen sind eine mögliche Folge. Umso wichtiger ist es, auch mal „nein“ zu sagen und sich Zeit nur für sich zu nehmen. „Wer bei den ersten Anzeichen nicht eingreift, bei dem können die Schmerzen im Rücken chronisch werden“, warnt Graciela Scavino, Diplom-Sportwissenschaftlerin und Leiterin des Volkshochschulkurses „Rückenfit“ aus Hamburg.

Hat der Arzt bei Rückenproblemen ernste körperliche Ursachen ausgeschlossen, empfehlen sich meist Entspannungstechniken verbunden mit Sport. Pilates, Yoga und Tai-Chi sind ebenso geeignet wie Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training oder das Erlernen einer entspannenden Atemtechnik. Bei Verspannungen im Rückenbereich hilft gezieltes Training, wie es in einer Rückenschule angeboten wird.

Entspannung: Einfach mal hängen lassen

Entspannung für den Rücken muss nicht aufwendig sein. Ein Vorbild können wir uns zum Beispiel an alten Kutschern nehmen. Wenn die Männer abends müde von der Arbeit nach Hause gefahren sind, dösten sie gerne ein bisschen vor sich hin. Dabei nahmen sie eine entspannte Haltung ein, die stabil genug war, dass sie nicht vom Sitz gekippt sind.

Wer wie die alten Droschkenkutscher entspannen will, braucht dafür nur einen Stuhl. Aufrecht darauf setzen, die Füße fest auf den Boden aufsetzen und dann in sich zusammensacken. Dabei die Unterarme auf die Oberschenkel legen und die Hände nach unten baumeln lassen. Der Kopf hängt nach vorne.

In dieser Haltung lassen sich Entspannungsüben wie Meditationen oder Autogenes Training bequem durchführen. Ein weiteres Plus: Die Übung ist unkompliziert und lässt sich auch im Büro problemlos durchführen.

Den Rücken in die Schule schicken

Bei chronischen Beschwerden kann eine Rückenschule helfen. Hier lernen Geplagte, wie sie in Beruf und Alltag ihren Rücken entlasten können. Ein dauerhafter Erfolg zeigt sich allerdings nur bei fortwährendem Training. Nur zu oft dienen allerdings andere Pflichten und die Arbeit als Vorwand, sich vor dem Sport zu drücken. Rückentrainerin Scavino lässt diese Ausreden nicht gelten. „Regelmäßiges Training sollte in den Tagesablauf eingeplant werden“, rät sie. Ratsam ist es, diese Verabredungen mit sich selbst wie andere Termine in den Kalender einzutragen. Während des Trainings zu Hause am besten das Telefon ausstellen, und die Familie bitten, jetzt nicht zu stören.

Geeignete Kurse für den Rücken bieten viele Volkshochschulen an. Auch die Krankenkassen beraten und empfehlen Angebote aus der Nähe. Wichtig ist, dass das Programm Spaß macht. „Wer ohne Freude sportelt, bleibt nicht lange dran“, weiß die Diplom-Sportwissenschaftlerin aus Erfahrung. Und haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie sich endlich einmal Zeit nur für sich nehmen. Nur wer für sich selbst sorgt, kann auch anderen eine Stütze sein.

Nicole Schuster / www.apotheken-umschau.de; 10.01.2013, aktualisiert am 19.02.2013
Bildnachweis: Fotolia/Inga Dudkina

Bauchnabelpiercings während der Schwangerschaft?

Ein Bauchnabelpiercing ist nach wie vor bei jungen Mädchen und Frauen hoch im Kurs. Wenn es darum geht, sich einen Piercing stechen zu lassen, wird noch immer der Bauchnabelpiercing beim weiblichen Geschlecht, am häufigsten gewählt. Es sieht einfach schön aus und man kann den Stecker mit Motiv beliebig oft wechseln, wenn man mal etwas Neues möchte.

Ob dezent oder auffällig, hier kann jede Frau das passende Piercing selbst wählen. Auch die Verheilung ist im Bereich des Bauchnabels problemloser als bei manch anderen Körperstellen. Im Gesicht oder Intimbereich muss man mehr Geduld haben.

Ein Bauchnabelpiercing verheilt in der Regel in den ersten zwei Wochen und dann kann dieser auch schon mit Freude präsentiert werden. Des Weitern sind Bauchfrei – Tops oder Shirts heute wieder besonders modern. So kann man sein Schmuckstück jederzeit gerne präsentieren.

Schwangerschaft und Bauchnabelpiercing

Bauchnabelpiercing SchwangerschaftViele Trägerinnen dieses Piercings fragen sich allerdings zurecht, was sie mit den Bauchnabelpiercings während der Schwangerschaft tun sollen.

Müssen sie ihren geliebten Schmuck herausnehmen und das Loch zuwachsen lassen? Nein, müssen tut das keiner! Es ist allerdings anzuraten, gewisse Vorkehrungen zu treffen.

Tipps für Piercing-Freunde für neun Monate Schwangerschaft

Es muss jede Frau bzw. jedes Mädchen selbst entscheiden, wie sie sich wohler fühlt. Es kommt nicht selten vor, dass sich Frauen dafür entscheiden, auf das Piercing zu verzichten und den Piercing ersatzlos herauszunehmen. Viele haben keine Lust Piercing zu tragen, während der Bauch von Monat zu Monat immer mehr spannt.

Auf alle Fälle ratsam ist es, sich während der Schwangerschaft vom Metall-Piercing zu trennen und diesen durch einen speziellen Schwangerschaftspiercing (aus Kunststoff) zu ersetzen! Da sich während der Schwangerschaft der komplette Hormonhaushalt verändert, ist es möglich, dass sich das Piercing aus Metall entzündet. Das gilt natürlich auch für längst abgeheilte Piercings, auch wenn man dies erst mal nicht glauben möchte.

Piercing-Trägerinnen müssen sich während der gesamten Schwangerschaft daran gewöhnen, den Schwangerschaftspiercing während der Ultraschall-Untersuchungen herauszunehmen. Es versteht sich von selbst, dass dies notwendig ist, um auf dem Ultraschall alles bestmöglich sehen zu können und sicher gehen zu können, dass mit dem Baby alles in Ordnung ist. Was leider häufig vorkommt in einer Schwangerschaft, ist, dass das Loch reißt. Das sieht leider erst mal nicht allzu schön aus, allerdings benötigt der Körper im Allgemeinen etwas Zeit, um sich zu regenerieren und zurückzubilden.

Wenn das Loch gerissen ist, sollte man erst mal abwarten. Nach einigen Monaten kann man sich dann überlegen, ob man sich einfach ein neues Piercing stechen lässt. Es ist möglich, dass man das alte Loch noch sieht. Wer jedoch unbedingt Wert auf ein Bauchnabelpiercing legt, den wird das nicht weiter stören.

Fazit zum Thema Schwangerschaft und Bauchnabelpiercing

Wer schwanger ist, muss nicht auf alles verzichten! Allerdings entscheidet manchmal der Körper selbst, wie sich manches entwickelt. Es ist jedoch auch nicht gesagt, dass das Piercing-Loch zuwächst, wenn man es für ein paar Monate herausnimmt.

Gerade in den letzten Monaten einer Schwangerschaft, wenn der Bauch wöchentlich an Umfang zunimmt, ist es nie verkehrt, den Piercing herauszunehmen, um den Riss zu vermeiden. Sollte das Loch doch leicht zugewachsen sein, ist es kein Hexenwerk beim Piercer des Vertrauens dieses nachstechen zu lassen. Bei vielen Frauen sieht das Piercing wieder genau so aus, wie vorher auch.

Letztendlich muss jede Frau selbst wissen, was sie möchte. Es ist möglich, sein Bauchnabelpiercing die ganze Zeit zu behalten, doch ist es meist auch angenehmer, es während des letzten Schwangerschafts – Trimesters herauszunehmen. Oftmals hat man in den letzten Monaten der Schwangerschaft andere Sorgen und muss sich noch um so viel anderes kümmern.